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Diskusfische

Diskusfische, oft auch als "Könige des Aquariums" bezeichnet, gehören zu den schönsten aller tropischen Fische und es gibt Sie in mehr Farbvariationen und Hybriden als von welcher anderen Sorte an Aquarienfischen auch immer.

Diskusfische (Symphysodon) gehören zur Famile der Buntbarsche (Cichlidae oder Cichliden) und sind ruhige und beeindruckende Fische Die vor allem bei fortgeschrittenen Aquarianern beliebt sind. Diskusfische werden in 3 Hauptkategorien unterteilt:

Diskus Grüner Diskus

Diskusfische Arten

Der Heckel Diskus (Symphysodon heckeli)

Der gewöhnliche Diskus (Symphysodon aequifasciatus)
mit den Unterarten:
Symphysodon aequifasciatus axelrodi-Brauner Diskus
Symphysodon aequifasciatus haraldi-Blauer Diskus
Symphysodon aequifasciatus aequifasciatus-Grüner Diskus

Und eine noch relativ neue Spezies, Symphysodon tarzoo.

Desweiteren kann man Diskusfische noch in Diskus Wildfänge und in Diskusfische aus der Aquarienzucht unterteilen. Mit Diskus Wildfänge meint man nicht nur wild gefangene Diskusfische, sondern auch reinrassige Nachkommen von wild gefangenen Diskusfischen.

Diskusfische stammen aus dem Amazonasgebiet in Südamerika und leben in ruhigen Wassern, Nebenflüssen mit einer sehr geringen Strömung und sehr sauberem Wasser. Aufgrund der ökologischen Vielfalt des Amazonas-Beckens gibt es eine große Vielfalt an Diskusfischen, mit unterschiedlichen Farben und Mustern. Diskuszüchter haben mit vielen Kreuzungen zwischen unterschiedlichen Sorten noch ein weiteres dazu beigetragen

 

Diskusfische sind sehr ruhige Fische und bewegen während ihrer Lebensdauer nur wenig. Gewöhnlich entfernt sich ein Diskusfisch nur ein paar Meter von seinem Haus, was auch der Grund ist warum Er sich leicht an die Gefangenschaft in einem Aquarium anpasst.

Haltung von Diskusfischen

Bei Aquariumbesitzern sind Diskusfische sehr beliebt, aber wie Ihnen jeder erfahrene Aquariumbesitzer erzählen kann sind Sie nicht die einfachsten Fische um in einem Aquarium zu halten. Wer will daß seine Fische gesund und glücklich sind muß sich ausreichend über ihre einzigartigen Lebensgewohnheiten, Lebensbedingungen, Ernährungsgewohnheiten und ihr Brutverhalten informieren.

Diskus Aquarium

Diskusfische können relativ groß werden und leben gerne in Gruppen. Ein Diskus Aquarium darf darum nicht zu klein sein und sollte mindestens 250 Liter Wasser fassen. Größer ist immer besser. Jeder Fisch braucht mindestens 50 Liter Wasser und darüber hinaus muß das Aquarium auch mindestens 50 cm hoch sein und wenn möglich noch höher.

Diskusfische Kaufen

Diskusfische sind meist recht teuer, nicht sehr einfach in der Haltung und beim Kauf von neuen Diskusfischen sollte man einige Dinge beachten. 

Diskusfische Arten

Grundsätzlich gibt es vier Arten an Diskusfischen Die man in freier Wildbahn in ihrem natürlichen Lebensraum, den Nebenflüssen des Amazonas, finden kann. (Im Moment gibt es jedoch auch eine aktuelle Diskussion über die Benennung einer anderen Diskussorte, nl. "Symphysodon tarzoo"). Aus diesen vier Sorten haben Diskuszüchter, durch selektive Züchtung von natürlichen und genetischen Mutationen, Hunderte von Variationen mit unterschiedlicher Form, Farbe und Muster geschaffen.

Diskusfische Arten-Natürliche/wilde Arten

Blauer Diskus: Den blauen Diskus (Symphysodon Aequifasciatus Haraldi) findet man in der Nähe von Manaus, dem Purus River und Manacapuru in Brasilien sowie in Leticia in Peru. Diese Diskusart gibt es in einer Vielzahl an Blautönen, wovon Manche mehr einer bunten Version des braunen Diskus gleichen während Andere blaue Streifen auf ihrem Kopf, Körper und Flossen haben.

 

Heckel Diskus: Der Heckel Diskus (Symphysodon Discus) kommt am häufigsten in Brasiliens Rio Negro vor, besteht aus roten und blauen Sorten und hat einen, Ihn von anderen Diskus Arten unterscheidenden, fünften Streifen. Von allen Sorten an Diskusfischen ist der Heckel Diskus am schwierigsten zu halten. Er braucht weicheres Wasser (einen niedrigeren PH-Wert) und wärmeres Wasser als die anderen Sorten.


Brauner Diskus: Der braune Diskus (Symphysodon aequifasciatus axelrodi) wird in der Nähe von Belem und Rio Urubu gefunden und ist der häufigst gehaltene Diskusfisch bei Hobbyzüchtern. Er hat einen schönen braunen Körper mit Brauntönen reichend von Gelbbraun bis hin zu einem rostigen Rotbraun und bunte Streifen an den Flossen und oft auch auf seinem Kopf. Nach der Meinung vieler Hobbyisten ist der braune Diskus Die am leichtesten zu haltende und in Gefangenschaft zu züchtende Diskusart.


Grüner Diskus: Der grüne Diskus (Symphysodon Aequifasciatus Aequifasciatus) kommt vor allem in Lake Tefe, der Coari, Nanay und den Japura Regionen des peruanischen und brasilianischen Amazonas vor. Den grünen Diskus gibt es in vielen

Farbvariationen, reichend von gelbgrün und olivgrün bis hin zu einem Grün mit einem leichten Braunton. Viele dieser Diskusfische haben auffallende grüne Streifen und einige rote Streifen an den Seiten ihrer Körper.

Diskus Nachzucht Diskus Wildfang Kauf.

Sie sollten sich vor einem Kauf von Diskusfischen über deren korrekte Haltung, ihre Bedürfnisse und Lebensweise ausführlich kundig machen. Es ist von großer Bedeutung, dass Diskusfische das richtige Wasser von einer geringen Härte (Gesamthärte: 15 Grad DGH, Karbonathärte: 2-3) und einem pH-Wert zwischen 6-7 aufweist. Das Futter sollte je nach Größe der Diskusfische ausgesucht werden und bei Bedarf mit bestimmten Mineralien und Vitaminen angereichert werden.

 

Wenn Sie sich entscheiden Diskusfische zu kaufen, dann sollten sie abwägen ob sie Jungtiere oder ausgewachsene Diskusfische erwerben möchten. Falls sie beabsichtigen einen Zuchtstamm aufzubauen, um selbst Diskusfische zu züchten, dann empfiehlt es sich mehrere Schwärme junger Tiere von 6-10 cm Größe zu kaufen. Dabei sollten Sie auf eine ausgewogene Farbschlagmischung der Fische achten, wenn sie später einzelne Tiere verpaaren wollen.
Großtiere haben hingegen eine komplett entwickelte Musterung und eignen sich demnach am besten für einen Schaubecken. Weiterhin sind ausgewachsene Diskusfische pflegeleichter in Bezug auf Wasserqualität und Fütterung. So können diese pH-Schwankungen besser vertragen als junge Diskusfische und sind ebenfalls in der Lage größere Nahrung zu fressen. Es ist natürlich auch möglich gleich ein ausgewachsenes Zuchtpärchen zu erwerben, jedoch bieten das nur die wenigsten Züchter an und die Preise sind dementsprechend sehr hoch. Nichtsdestotrotz sind schöne ausgewachsene Diskusfische ein Blickfang für jeden Besucher und hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

Beim eigentlichen Selektieren der Diskusfische sollten Sie sich Zeit nehmen und die Tiere ganz aufmerksam beobachten. Die Tiere sollten nicht ängstlich oder scheu sein, sondern aufmerksam und aktiv. Diskusfische, die getrennt von einem Schwarm, sich entweder in einer Ecke oder an der Wasseroberfläche befinden haben höchstwahrscheinlich eine Krankheit. Wenn es die Zeit zulässt sollte man auch einer Fütterung der Diskusfische beiwohnen, denn je besser die Tiere die Nahrung annehmen, desto gesünder und stressfreier ist ihre Aufzucht bisher verlaufen. Achten Sie auch auf den Kot der Diskusfische, dieser sollte nämlich dunkel gefärbt sein und eine feste Konsistenz aufweisen, sodass er auf dem Beckenboden liegen bleibt. Wenn sie ein Tier mit einem langen, geleeartigen Kotfaden entdecken, so leidet dieser Diskusfisch höchstwahrscheinlich an einem Flagellatenbefall des Darmbereichs.
Anschließend wird eine rein optische Qualitätsbetrachtung durchgeführt. Der Diskusfisch sollte frei von Verletzungen sein und eine satte, natürliche Färbung aufweisen. Es kann natürlich vorkommen, dass heranwachsende Diskusfische beim Selektieren durch den Kescher oder beim Transport kleinere Verletzungen davontragen, diese sollten jedoch nicht besorgniserregend sein, da sie in der Regel rückstandslos verheilen. Bei größeren Verletzungen kann eine Wunde verpilzen und zu Narben führen. Eine weitere “Problemzone” des Diskusfisches sind die Flossensäume. Diese können aufgrund von Mineralmangel im Wasser oder im Futter verkümmern und sich nur schwierig wieder zur normalen Form zurückbilden. Kleinere Flossenfehler jedoch können durch Beschneiden korrigiert werden.
Ein weiterer optischer Merkmal ist das Verhältnis zwischen der Augen- und Körpergröße. Ausgewachsene Diskusfische habe kleine Augen im Vergleich zu deren Körpergröße. Hierfür sollten die Diskusfische im Ganzen beobachtet werden, mit etwas Übung bekommt man ein Gefühl für das richtige Verhältnis. Die Augen sollten außerdem klar, ohne Fehler und auf keinen Fall milchig sein. Bei trüben Augen könnte es sich entweder um eine Infektion des Diskusfisches oder um Mangelerscheinungen handeln. Eine gute Augenfarbe ist außerdem ein wichtiges Qualitätskriterium, man achtet dabei auf eine satte rote Färbung mit einer tief schwarzen Pupille.

Diskusfische sind sehr empfindlich gegenüber starken Schwankungen der Wasserqualität, deshalb kann es schnell zu Krankheiten führen, die sich auf die optische Qualität der Fische äußern. Typisch bei Mangelerscheinungen des Wasser sind verkümmerte Kiemendeckel. Solche Defekte treten dann auf, wenn zu viele Jungfische auf engem Raum gehalten werden und es dabei zu Sauerstoffmangel kommt. Hier erhalten die Kiemen zu wenig Sauerstoff, was sich in Zurückbildung der Kiemendeckel bzw. Verbiegung dieser äußert. Des Weiteren beobachtet man bei jungen Diskusfischen eine Versetzung der seitlichen Streifen.
Eine schlechte Wasserqualität bei mangelnder Abwechslung in der Fütterung kann zu einem Ausbruch des Darmparasiten Protoopalina führen, der häufig bei Diskusfischen zu beobachten ist. Zur Vorbeugung wird eine abwechslungsreiche Futterauswahl mit Ballaststoffen und Mineralien empfohlen. Kohlenhydrate und Vitamine sind hier genauso wichtig wie proteinreiches Futter. Sollte es dennoch zu einer Massenvermehrung des Parasiten kommen, haben sich verschiedene Medikamente aus dem Fachhandel bewährt. Es wird jedoch auch hier dringend empfohlen die Hilfe eines Fachmanns hinzuzuziehen, damit eine möglichst stressfreie Behandlung der Diskusfische ermöglicht wird.
Eine weitere Folge des Sauerstoffmangels und starken pH-Schwankungen kann der Befall von Kiemenwürmern sein. Bei ausgewachsene Diskusfischen, die eine erhöhte Atemfrequenz aufweisen oder nur mit einem Kiemendeckel atmen, kann häufig auf Kiemenwürmerbefall geschlossen werden. Dies muss nicht immer ein Grund für Besorgnis sein, wenn z.B. kurz zuvor eine Fütterung der Diskusfische erfolgt ist. In diesem Fall ist eine schnelle Atmung eine normale Erscheinung aufgrund der Verdauung.
Achten Sie außerdem auf ein auffälliges Verhalten der Diskusfische. Wenn sie Tiere sehen, die sich an einem Einrichtungsgegenstand wie dem Filter oder Überlaufrohr scheuern, könnten diese an Hautparasiten leiden. Eine Behandlung mit entsprechender Medizin aus dem Fachhandel bei gleichzeitiger Quarantäne wäre in diesem Fall die richtige Vorgehensweise.
Mitunter kann durch eine falsche Haltung der Diskusfische nicht nur optische Makel hervorgerufen, sondern auch eine erhebliche Gefahr für die Tiere ausgelöst werden. Bei der Bildung von kleinen Löchern im Kopfbereich der Diskusfische und einem Austritt einer weissen, geleeartigen Masse, kann auf die berüchtigte Lochkrankheit geschlossen werden. Hier muss sofort ein Tierarzt oder ein Fachmann kontaktiert werden, weil durch diese Krankheit Lebensgefahr für den Diskusfisch besteht. Ganz feine Löcher, wie kleine Einstiche, sing jedoch ganz normal und sollten keine Besorgnis erregen, weil sie sich in der Regel von selbst zurückbilden.

Nach einem erfolgreichen Erwerb der gewünschten Diskusfische sollte man auf jeden Fall eine Quarantäne von mindestens zwei Wochen durchführen. Somit wird sichergestellt, dass ihre eigenen Tiere nicht kreuzkontaminiert werden. Es ist dabei egal ob die kürzlich erworbenen Diskusfische vollkommen gesund erscheinen, sie können trotzdem Krankheiten in sich tragen, die in Verbindung mit der der eigene Tiere ausbrechen können.

Wenn die Diskusfische dennoch krank werden, sollten Sie sich am besten an den Händler wenden um Hilfestellungen zu erhalten. Es ist grundsätzlich wichtig einen guten Kontakt zu den jeweiligen Diskus-Züchter oder Händler zu pflegen, denn bei auftretenden Problemen können diese mit ihrem Fachwissen am besten weiterhelfen.

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